Die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes im Lichte der IK: Herausforderungen und Chancen für das deutsche Hilfesystem
Das Gewalthilfegesetz bietet als erste fachgesetzliche Grundlage den Rahmen für einen gesicherten Zugang zu Schutz und Beratung für Frauen und Kinder bei häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt. Es konkretisiert insbesondere Verpflichtungen aus der Istanbul Konvention (IK) und sieht eine Umsetzung durch die Länder vor, die sich ab 2027 in Sicherstellungsverantwortung befinden. Die IK adressiert dagegen alle staatlichen Ebenen: GREVIO prüft die Umsetzung in den Vertragsländern und legt Ende 2026 ihren ersten thematischen Evaluierungsbericht zu Deutschland vor, betreffend Unterstützung, Schutz und Gerechtigkeit.
Mit dieser Veranstaltung bietet der Deutsche Verein Akteur:innen der Fachpraxis und -politik ein überregionales Forum zu aktuellen fachlichen, fachpolitischen und rechtlichen Entwicklungen im deutschen Gewalthilfesystem mit der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch, der Information und fachpolitischen Orientierung. Dabei werden zentrale Fragestellungen der Praxis und Rechtsanwendung im Zusammenhang mit dem GewHG aufgegriffen, IK-Umsetzungsfragen und gute Praxisbeispiele vertieft mit dem Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung der Lage gewaltbetroffener Frauen und ihrer Kinder.
Die konkreten Themenschwerpunkte der Fachveranstaltung werden von aktuellen Entwicklungen bestimmt. Es sollen u.a. die Ergebnisse des GREVIO-Berichts vorgestellt und Entwicklungen zur Umsetzung des GewHG behandelt werden. Weitere Themenschwerpunkte werden die Präventionsarbeit, insbesondere die Arbeit mit Gewaltausübenden sein.
Die Veranstaltung wendet sich an Akteur:innen des Hilfesystems aus Politik, Wissenschaft und Praxis.
Veranstalter: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Termin: 30.11. - 01.12.2026
Ort: Berlin
Infos und Anmeldung bis 29.09.2026: www.deutscher-verein.de