Forschung
Zoom e.V. führte gefördert vom Sozialministerium Niedersachsen eine Untersuchung des Bedarfes und der Vernetzung der Frauenhäuser im ländlichen Raum durch. Im Zentrum des Projekts war eine Befragung von Bewohnerinnen von Frauenhäusern und Fachkräften aus dem lokalen Hilfesystem. Weitere Elemente waren die Durchführung einer Fachtagung und die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen. (Laufzeit 08/2018-06/2019)
Der Abschlussbericht steht zum Download zur Verfügung.
Das vom Land Niedersachsen geförderte Modellprojekt "Nachhaltige Vernetzung der Täterarbeit Häusliche Gewalt in Niedersachsen" legte im Jahr 2020 eine Bestandsaufnahme des Arbeitsfelds vor. Im Fokus standen dabei die elf vom Land geförderten Täterarbeitseinrichtungen.
Download: Bestandsaufnahme Täterarbeit Häusliche Gewalt in Niedersachsen (PDF)
Das Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlicht regelmäßig Bundeslagebilder und andere Berichte zu verschiedenen Deliktsbereichen.
Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten
Kriminalstatistische Auswertung: Partnerschaftsgewalt
Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen
Die Dunkelfeld-Studie "Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)" wurde vom Bundeskriminalamt in Kooperation mit dem Bundesministerium des Innern und dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt.
Ein Großteil von Gewalterfahrungen in Deutschland wird demnach nicht angezeigt. Frauen sind häufiger und stärker von partnerschaftlicher oder geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen als Männer, insbesondere bei sexuellen Übergriffen, sexueller Belästigung und Stalking. Junge Menschen sind nahezu von allen Gewaltformen deutlich häufiger betroffen als ältere Menschen.
Personen mit Migrationshintergrund – auch hier vor allem Frauen – sowie Angehörige der LSBTIQ*-Community werden im Vergleich zur restlichen Bevölkerung besonders stark mit Gewalt konfrontiert.
Projektbeschreibung, Ergebnisse und Publikationen: www.bka.de/lesubia
Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung und in Kooperation mit dem Landespräventionsrat (LPR) evaluierte Zoom e.V. die Umsetzung des Landesaktionsplans III aus dem Jahr 2012. (Laufzeit 03/2019-07/2020)
Der Abschlussbericht zur Evaluation umfasst eine Beschreibung der Methoden und Befunde und stellt die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen im Lichte der Istanbulkonvention dar. Er steht zum Download zur Verfügung.
Partnerinnenfemizide im Zusammenhang mit Trennung oder Eifersucht sind mit Abstand die häufigste Form von Femiziden in Deutschland. Sexismus, die strukturelle Benachteiligung von Frauen, psychische Erkrankungen, Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie eine angespannte sozio-ökonomische Lage können Einflussfaktoren für die Tötung von Frauen und Mädchen sein. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Femizide in Deutschland", die im Jahr 2025 vom Institut für Kriminologie der Universität Tübingen und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen vorgestellt wurde.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler leiten aus der Studie die Empfehlungen ab, die Zahl der Plätze in Frauenhäusern zu erhöhen, die Versorgung psychisch erkrankter Menschen zu verbessern und die Strafverfolgungsbehörden und Gerichte für die typische Dynamik geschlechtsbezogener Gewalt zu sensibilisieren.
Download der Studie: publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/172346