Notausgang

Sozialraum

Präventionsprojekt für Kommunen

Communities That Care - CTC

Mit "Communities That Care – CTC" können Kommunen ihre Präventionsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien zielgenauer und wirksamer gestalten. Das Präventionsprojekt steht allen Kommunen in Niedersachsen zur Anwendung zur Verfügung. Da für die lokale Umsetzung von "Communities That Care" eine fachliche Begleitung nötig ist, bietet der Landespräventionrat Niedersachsen interessierten Kommunen eine Beratung und Unterstützung während der Einführung an.

CTC hilft dabei, eine gemeinsame Strategie für die Gewalt-/ Suchtprävention und die Entwicklungsförderung von Kindern und Jugendlichen zu erarbeiten. Die Methode baut auf den gemeinsamen Risiko- und Schutzfaktoren für die Prävention von verhaltensbezogenen Problemen und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auf. Kommunen werden bei der Erarbeitung oder Weiterentwicklung einer wirkungsorientierten Präventionsstrategie in der Kommune unterstützt. Zur Bedarfsanalyse werden Instrumente wie eine repräsentative Kinder- und Jugendbefragung eingesetzt.  Wirksame Präventionsprogramme für Kinder, Jugendliche und Familien können mit CTC passgenau und bedarfsgerecht ausgewählt und nachhaltig umgesetzt werden. Dabei wird die Online-Datenbank “Grüne Liste Prävention” als Instrument verwendet.

lpr.niedersachsen.de/angebote

Kein Raum für häusliche Gewalt

Landesweite Kampagne macht häusliche Gewalt im Wohnumfeld sichtbar

Häusliche Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und betrifft Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status. In Niedersachsen ist die Zahl der polizeilich registrierten Fälle in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: Im Jahr 2024 etwa wurden 32.545 Fälle erfasst – ein Anstieg um rund 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung weist auf eine gestiegene Sensibilisierung und Anzeigebereitschaft hin, macht aber zugleich den weiterhin hohen Handlungsbedarf deutlich – zumal das Dunkelfeld deutlich größer ist und viele Fälle unentdeckt bleiben. Hier setzt die Kampagne "Kein Raum für häusliche Gewalt" an, um insbesondere im Wohnumfeld für das Thema zu sensibilisieren und Betroffene niedrigschwellig zu unterstützen. Weiterlesen

Projekt SToP

Stadtteile ohne Partnergewalt

Das Projekt “StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt” - hat sich zum Ziel gesetzt, Gewaltbetroffene und soziale Netzwerke in Stadtteilen so zu stärken, dass Partnergewalt nicht mehr erduldet, verschwiegen, ignoriert oder toleriert wird. StoP arbeitet systematisch auf zwei Ziele hin: Die Veröffentlichungsbereitschaft Gewaltbetroffener und Gewaltausübender wird aufgebaut. Die Interventionsbereitschaft und die Zivilcourage eines lokalen Gemeinwesens wird auf- bzw. ausgebaut. Langfristiges Ziel von StoP ist es, dass die Entstehung von Täterschaft verhindert wird und die Zahl der Gewalthandlungen im häuslichen Bereich sinkt. Das Handlungskonzept wird in acht Umsetzungsschritten im Stadtteil verwirklicht. StoP-Projekte gibt es unter anderem in Bersenbrück, Braunschweig und Oldenburg. 

Prof. Dr. Sabine Stövesand ist die Gründerin des Projektes "StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt". Als Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins StoP e. V. setzt sich die Hochschullehrerin der HAW Hamburg gegen Gewalt an Frauen in Partnerschaft und Familie ein. 

stop-partnergewalt.org